In diesem Zusammenhang ist es auch wesentlich, sich über den immer aktueller werdenden Begriff des „ubiquitous computing“ kundig zu machen. Hier eine erste Orientierung.
http://www.inf-edu.ch/_media/de/ubicomp-miotti.pdf
Informatik-Geräte und -Anwendungen durchdringen unseren Alltag immer mehr und ohne Pause. Auch im Jahr 2008 stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung.
Aber reicht diese Tatsache als Argumentation für die Einführung eines echten Informatik-Faches an den Mittelschulen? Kommt nicht wieder das scheinbar evidente und MAR-erprobte Gegenargument der motorisierten Anwender, dass nämlich der Autofahrer nicht zugleich auch Automechaniker sein muss?
Abgesehen davon, dass nicht jede Köchin auch Physikerin und/oder Chemikerin sein muss… Kann die Antwort darauf sein, dass die Ingenieur-Philosophen als einzige noch die künftige Welt erkennen können - im Unterschied zum Halbwissen der Theorie- und Macht-bewussten „classe bureaucratique“?
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13493913&top=SPIEGEL. Der leider allzu früh verstorbene Vilem Flusser hat schon 1989 Trost in der Zukunft einer weniger paternalistisch-nepotistischen und rationaleren Herrschaftsstruktur mithilfe von Computern gefunden. Die im erwähnten Artikel vorausgesehene „Dezentralisierung der Macht“ ist auf jeden Fall schon eingetreten (z.B. China).
Behauptung: Grundkenntnisse in Informatik sind wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung in einer echt liberalen, aufgeklärten, pluralistischen Gesellschaft, die nicht bequem geworden ist. Dialektik der Aufklärung: Gerade weil der Erwerb des Auto-Fahrausweises in westlichen Gesellschaften ein wesentliches Intiationsritual bei der Aufnahme in die Welt der Erwachsenen darstellt, muss das Wissen gepflegt werden, auf welchen Grundlagen die immer mehr computergesteuerten Autos funktionieren und wie wir bei Problemen mit ihnen den Alltag doch gut bewältigen können.